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Beitrag: Aufsichtsrat und Rechnungslegung – Teil 1: Grundlagen 2018-03-07T13:04:07+00:00

AUFSICHTSRAT UND RECHNUNGSLEGUNG – TEIL 1: GRUNDLAGEN

Aufsichtsrat und Rechnungslegung: Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses ist eine der zentralen Aufgaben des Aufsichtsrates und insbesondere – so denn implementiert – des Prüfungsausschusses. Die gestiegene Erwartungshaltung der Öffentlichkeit zur sorgfältigen Kontrolle sowie die verschärften Anforderungen an Kompetenz und Haftung, geben Anlass, den Rechnungslegungsprozess grundlegend zu beleuchten und die Folgen für die praktische Aufsichtsratsarbeit herauszuarbeiten. Vor allem die Fähigkeit, Kollektiventscheidungen auf ein fachlich breites Fundament im Gremium stellen zu können, sollte der Anspruch der Beteiligten im Hinblick auf Mindestkenntnisse zu den relevanten Themen sein. Neben einem Fach- und Prozessverständnis wird jedoch auch offenkundig, dass Führungs- und Kommunikationsqualitäten unerlässlich sind.

Die besondere Bedeutung des Rechnungslegungsprozesses zeigt sich bereits auch darin, dass er als (einziger) zentraler Unternehmensprozess der Überwachungsfunktion des Aufsichtsrats unterstellt ist und Eingang ins Gesetz gefunden hat. Nach § 107 AktG obliegt dem Aufsichtsrat die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Gegenstände der Überwachung sind nicht nur Jahresabschluss, Konzernabschluss und (Konzern-)Lageberichte als Ergebnis der Rechnungslegung, sondern auch der gesamte Rechnungslegungsprozess selbst.

Regelmäßig werden Hauptversammlung oder Bilanzpressekonferenzen derart vorbereitet, dass eine Vielzahl möglicher Fragen im Vorfeld beantwortet und im Idealfall nicht nur mit den Rednern, sondern in Form eines Kompetenzworkshops mit allen Gremienmitgliedern besprochen werden.

Der typische Dreiklang einer solchen Struktur zu Themen bezüglich Aufsichtsrat und Rechnungslegung ist:

  • (Bilanz)technische Aspekte
  • Inhaltliche Themen
  • Rechtliche Anforderungen

Zwar betreffen wesentliche Geschäftsvorfälle in der Regel mehrere Bereiche, doch ist es hilfreich, in allen drei genannten Perspektiven eigenständig argumentieren zu können und individuelle Fachdefizite präziser einschränken und diesen im Vorfeld begegnen zu können.

Lesen Sie mehr zum Thema „Aufsichtsrat und Rechnungslegung“ im Teil 2: Hinweise für die Praxis.

WEITER LESEN – TEIL 2: HINWEISE FÜR DIE PRAXIS
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